Der neue SEPA-Zahlungsverkehr in Europa

Der Euro ist seit 1999 die gemeinsame Währung innerhalb der europäischen Union. SEPA (Single Euro Payments Area) vereinheitlicht auch den elektronischen Zahlungsverkehr.

Der SEPA-Zahlungsverkehr

Mit „SEPA“ (Single Euro Payments Area) ist das vereinte Europa auch im Zahlungsverkehr Wirklichkeit geworden. Der europäische Zahlungsverkehrsraum präsentiert sich dabei schneller, sicherer und noch einfacher. Mit der Einführung von SEPA verfolgen die teilnehmenden Länder das Ziel, einen einheitlichen Zahlungsverkehr zu gleichen Bedingungen zu schaffen. Euro-Zahlungen im In- und Ausland werden so gleichgestellt. Privatkunden und Unternehmen benötigen in Europa zukünftig nur noch ein einziges Konto. Von diesem aus können alle Zahlungsanweisungen oder Einzüge erfolgen - schnell, effizient und sicher.

Zu den 34 SEPA-Ländern zählen:

  • Alle 28 EU-Mitgliedsstaaten
  • Island
  • Liechtenstein
  • Monaco
  • Norwegen
  • Schweiz
  • San Marino

Umsetzungsbereiche

SEPA umfasst:

  • den EURO Zahlungsverkehr
  • einheitliche Instrumente für Euro-Zahlungen (Zahlungsanweisungen, Einzüge, Kartenzahlungen etc.)
  • einheitliche technische Standards und Abwicklungsverfahren
  • die fortlaufende Entwicklung neuer kundenorientierter Dienstleistungen

Vorteile

SEPA ermöglicht für alle Zahlungsanweisungen innerhalb der SEPA-Länder den Inlandspreis. Privatkunden und Unternehmen benötigen in Europa zukünftig nur noch ein einziges Konto für ihre Zahlungsanweisungen und Einzüge.

Der neue einheitliche technische und rechtliche Rahmen für den Zahlungsverkehr betrifft Zahlungsanweisungen, Einzüge und Kartenzahlungen. Das bringt zum Beispiel Vorteile für international tätige Firmen. Auch Privatpersonen, die in mehreren Ländern Zahlungsverkehrsdienste nutzen (z.B. für Ferienhaus im Ausland, bei Berufstätigkeit bzw. Studium mit vielen Auslandsaufenthalten) profitieren.

Gemeinsame Einführung

Verantwortlich für die Vorgaben und rechtliche Umsetzung von SEPA ist das European Payments Council (EPC) in Brüssel, das aus Banken und Bankenverbänden aller 34 Länder besteht. Dabei arbeitet das EPC mit der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank zusammen. In Österreich koordinieren die Kreditinstitute, die Österreichische Nationalbank, die Sparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer Österreich und der Verband der österreichischen Banken und Bankiers gemeinsam die Umsetzung im „Austrian Payments Council“.

Vorteile für Privatkunden und Unternehmer

SEPA schafft viele Vorteile für Privatkunden und Unternehmer bei der Handhabung Ihrer Zahlungen innerhalb Europas als auch international.

  • Bessere Flexibilität durch die Möglichkeit, sämtliche Zahlungsanweisungen oder Einzüge über ein Konto in Europa abzuwickeln.
  • Verbesserte Steuerung der Zahlungsabläufe und Liquidität.
  • Kostenersparnisse durch Standardisierung.
  • Einfacher Einkauf von Waren und Dienstleistungen im europäischen Ausland.
  • Abwicklung bargeldloser, internationaler Transaktionen zu gleichen Konditionen wie im Inland.
  • Grenzüberschreitend werden SEPA Zahlungen in Zukunft schneller durchgeführt.

Elektronischer Zahlungsverkehr

Anfang des Jahres 2008 wurde der elektronische Zahlungsverkehr in den SEPA-Ländern vereinheitlicht. Diese erlaubt allen
- Verbrauchern,
- Unternehmen,
- und sonstigen Wirtschaftsakteuren
unabhängig von dem Land, in dem Sie sich befinden, Euro-Zahlungen über Electronic Banking zu den selben Bedingungen zu tätigen und zu empfangen.


SEPA-Verfahren

SEPA Credit Transfer (SCT)

Dieser ist ein vollautomatisiertes Zahlungsverkehrsinstrument ohne Betragslimit für Inlands- und grenzüberschreitende Euro-Zahlungsanweisungen mit einer Überweisungsdauer von maximal einem Tag (ab Durchführungstag). Der SEPA Credit Transfer wird in Österreich seit 28.1.2008 angeboten.

Grundsätzlich ist jede Zahlungsanweisungen in Euro innerhalb der SEPA-Länder eine „SEPA Credit Transfer“, sofern folgende Kriterien eingehalten werden:

  • Angabe der IBAN des Empfängers
  • Angabe der BIC der Empfängerbank (ab 1.2.2016 im gesamten SEPA-Raum nicht mehr erforderlich)
  • Spesenoption „Spesenteilung“

SEPA Einzüge (SEPA Direct Debit - SDD)

Mit den beiden SEPA Direct Debit (SDD) Verfahren wurden erstmals einheitliche grenzüberschreitende Einzugsverfahren implementiert. SEPA Direct Debit Core wird für Einzüge von Verbrauchern verwendet, SEPA Direct Debit B2B für Einzüge von Nicht-Verbrauchern. Für beide SDD-Verfahren gelten bestimmte Regelungen, die eingehalten werden müssen, damit Einzüge als SEPA Direct Debits durchgeführt werden können.

Innerhalb Österreichs und in ausgewählten Ländern steht darüber hinaus das optionale Basisverfahren SEPA Direct Debit Core D-1 zur Auswahl. Es zeichnet sich durch eine verkürzte Einreichfrist aus.

Für die Konsumenten bringt das neue, in allen Euro-Ländern einheitliche Einzugsverfahren eine längere Einspruchsfrist bei strittigen bzw. nicht autorisierten Einzügen (acht Wochen ab Einzugsdatum) und einen exakten Fälligkeitstermin für einen Einzug. Sie wissen also in Zukunft den exakten Tag der Kontobelastung.

SEPA Kartenzahlungen (SEPA Cards)

Bankkarten mit Zahlungsfunktion werden künftig europaweit noch mehr forciert. Österreichische Kunden werden kaum Änderungen merken, da sie meist schon heute ihre Bankkarte in den SEPA-Teilnehmerländern wie zu Hause nutzen können. Durch mehr Akzeptanzstellen werden die elektronischen Zahlungen deutlich zunehmen und es wird weniger Bargeld für den täglichen Zahlungsverkehr notwendig sein. Ein Umtausch österreichischer Bankkarten ist nicht erforderlich.


SEPA-Zahlungsanweisungen (SEPA Credit Transfer)

Der SEPA Credit Transfer ist ein vollautomatisiertes Zahlungsverkehrsinstrument ohne Betragslimit für Inlands- und grenzüberschreitende Euro-Zahlungsanweisungen mit einer Überweisungsdauer von maximal einem Tag (ab Durchführungstag).

Jede Zahlungsanweisungen innerhalb der SEPA-Länder, die folgende Kriterien erfüllt, ist ein SEPA Credit Transfer:

  • XML-Nachrichtenformat
  • Zahlungsanweisungen auf Konten in Länder der EU, Island, Monaco, Norwegen, Liechtenstein oder der Schweiz.
  • Zahlungsanweisungenbetrag in Euro.
  • Bankverbindung von Auftraggeber und Empfänger sind in Form von IBAN und BIC angegeben.
  • Auftraggeber und Empfänger tragen jeweils nur die Spesen der eigenen Bank (Spesenteilung).
  • Normale Durchführung ("Eilzahlung" bei SCT nicht möglich!).
  • Garantierte Durchführungsfrist bis zur Gutschrift beim Empfänger-Kreditinstitut bei elektronischer Anlieferung max. ein Bankarbeitstag.
  • Durch die separate Abrechnung der Entgelte wird der Zahlungsanweisungenbetrag dem Zahlungsempfänger zur Gänze gutgeschrieben.

Bei grenzüberschreitenden Zahlungen ist die BIC noch bis 1.2.2016 verpflichtend anzugeben. Bei SEPA-Zahlungsanweisungen innerhalb von Österreich hingegen kann die BIC entfallen, da in der IBAN auch die Bankleitzahl enthalten ist, woraus die Empfängerbank eindeutig identifiziert werden kann.


Auslandszahlungsanweisungen (Non-SEPA-Zahlung)

Darunter werden alle Zahlungen geführt, die nicht den SEPA-Regularien unterliegen. Das sind u.a. Fremdwährungsaufträge (nicht Euro) und Zahlungen in Nicht-SEPA-Länder. Mittels Auslandszahlungsanweisungen können Zahlungen in fremden Währungen in alle Länder der Welt beauftragt werden.

DolomitenBanking und Office Banking bietet die Möglichkeit auch diese Art von Zahlungen zu erfassen und über die elektronische Schiene zu beauftragen.

Zu beachten ist, dass die Kontoverbindung auf der Empfängerseite den lokalen Bestimmungen des Empfängerlandes entsprechen muss. Auch hier bieten die IBAN (Internationale Bankkontonummer) und der BIC (Business Identifier Code) höchste Sicherheit. Wenn im Empfängerland keine besonderen Regelungen gelten, so ist die Verwendung von IBAN und BIC der internationale Standard. Zusätzlich ist die Angabe von  z. B. Empfängerland, Währung, etc. erforderlich.

Die Auslandszahlungsanweisungen bietet dem Auftraggeber auch die Besonderheit, aus 3 Optionen hinsichtlich Gebührenregelung auszuwählen. Die Höhe der Spesen ist abhängig vom Zahlungsanweisungsbetrag, der Zahlungsanweisungswährung und dem Empfängerland.

  • Spesen zu Lasten Auftraggeber: Alle anfallende Spesen (In- und ausländische Spesen) gehen zu Lasten des Auftraggebers. Der Empfänger bleibt spesenfrei.
  • Spesenteilung: Ausländische Bankspesen gehen zu Lasten Empfänger und inländische Bankspesen zu Lasten Auftraggeber. 
  • Spesen zu Lasten Empfänger: Die anfallenden Spesen gehen alle zu Lasten des Empfängers und der Auftraggeber bleibt spesenfrei.

Auch für Auslandszahlungsanweisungen wurde eine entsprechende Spezifikationen im XML-Format vorgenommen.


SEPA-Lastschriftverfahren (SEPA Direct Debit)

Seit November 2009 stehen die SEPA-Lastschriftverfahren (SEPA Direct Debit) zur Verfügung. Durch den einheitlichen Rechtsrahmen und die Standardisierung im Zuge von SEPA kann die SEPA-Lastschrift für Euro-Zahlungen im Inland und allen SEPA-Ländern verwendet werden.

Mit den beiden SEPA Direct Debit Verfahren wurden erstmals einheitliche grenzüberschreitende Lastschriftverfahren implementiert. SEPA Direct Debit Core wird für Einzüge von Verbrauchern verwendet, SEPA Direct Debit B2B für Einzüge von Geschäftskunden (B2B = „business to business“). Für beide Verfahren gelten bestimmte Regelungen, die eingehalten werden müssen, damit Einzüge als SEPA Direct Debit durchgeführt werden können.

Innerhalb Österreichs und in ausgewählten Ländern steht darüber hinaus das optionale Basisverfahren SEPA Direct Debit Core D-1 zur Auswahl. Es zeichnet sich durch eine verkürzte Einreichfrist aus.

Für Konsumenten bringt das neue, in allen Euro-Länder einheitliche Lastschriftverfahren eine längere Einspruchsfrist bei strittigen bzw. nicht autorisierten Lastschriften und einen exakten Fälligkeitstermin.

Bitte beachten Sie

Das SEPA-Lastschriftverfahren sieht die verpflichtende Mitgabe einer Identifizierung des Lastschrifteinreichers mit jeder Lastschrift vor. Um die neuen SEPA-Lastschriftverfahren zu nutzen, benötigt jeder Lastschrifteinreicher eine sog. Creditor-ID (CID). Die Ausgabe und Verwaltung der österreichischen Creditor-ID´s wird von der Österreichischen Nationalbank (OeNB) übernommen. Wenn Sie die bisherigen Lastschriftverfahren nutzen und noch über keine Creditor-ID verfügen, so setzen Sie sich bitte mit Ihrem Betreuer in Verbindung.


SEPA Direct Debit Core (SEPA-Lastschrift)

Für jeden Einzug muss der Zahlungsempfänger (Creditor) ein Mandat (Einzugsauftrag) vom Zahlungspflichtigen (Debtor) einholen und dafür eine eindeutige Mandatsreferenz vergeben.
Das Mandat (Berechtigung zum Abbuchen von bestimmten Geldbeträgen) enthält Name, Adresse und Unterschrift des Bezogenen sowie Informationen über das einzugsermächtigte Unternehmen.

Für die SEPA Direct Debit Core gilt

  • IBAN und BIC an Stelle von Kontonummer und Bankleitzahl.
  • Jeder der einzieht benötigt eine Creditor-ID (CID).
  • Für jeden Einzug muss der Zahlungsempfänger (Creditor) ein Mandat (Einzugsauftrag) vom Zahlungspflichtigen (Debtor) einholen und dafür eine eindeutige Mandatsreferenz (z.B. Polizzen-Nummer) vergeben.
  • Der Zahlungsempfänger verpflichtet sich, spätestens 14 Tage bevor die SEPA-Lastschrift fällig ist, den Zahlungspflichtigen über Höhe und Termin des einzuziehenden Betrages zu informieren (außer es wurde eine andere Frist vereinbart).
  • Unternehmen können mit ihren Kunden einen Fälligkeitstermin vereinbaren. Damit ist dem Zahlungspflichtigen der exakte Tag der Kontobelastung bekannt und er kann für entsprechende Kontodeckung sorgen.
  • Erstmalige bzw. einmalige Lastschriften müssen fünf Tage vor Fälligkeit bei der Bank des Zahlungspflichtigen vorliegen, Folgezahlungen mindestens zwei Tage vor Fälligkeit.
  • SEPA Direct Debit Core kann innerhalb von acht Wochen nach Belastung vom Zahlungspflichtigen widerrufen werden.
    Bei Vorliegen einer unrechtmäßigen Abbuchung beträgt die Frist bis zu 13 Monate.

SEPA-Lastschrift COR1

  • Die Option „COR1“ galt zunächst nur innerhalb von Österreich. Konten von Zahlungspflichtigen, die bei einem außerhalb Österreich ansässigen Kreditinstitut geführt werden, können vorerst mit nur wenigen Ausnahmen ausschließlich mit der Standardoption (CORE) durchgeführt werden.
  • Bei COR1 gilt: Erstmaliger, einmaliger, wiederkehrender und letztmaliger Einzug = D-1 (D= „duedate“ und bedeutet Belastungstag).
  • D.h., der Einzug muss mindestens 1 Tag vor Fälligkeit bei der Bank des Zahlungspflichtigen (Debtor) vorliegen.


SEPA Direct Debit B2B (SEPA-Firmenlastschrift)

Die SEPA-Firmenlastschrift ist ausschließlich für Geschäftskunden („business to business“) zulässig. SEPA-Lastschriften zwischen Unternehmen können sowohl mit dem SEPA Direct Debit Core als auch dem SEPA Direct Debit B2B Verfahren abgeschlossen werden. Die SEPA-Firmenlastschrift unterscheidet sich von der SEPA-Lastschrift für Konsumenten (SEPA Direct Debit Core) durch die Finalität des Einzuges.

Für die SEPA-Firmenlastschrift gilt:

  • IBAN und BIC an Stelle von Kontonummer und Bankleitzahl.
  • Jeder der einzieht benötigt eine Creditor-ID (CID).
  • Für jeden Einzug muss der Zahlungsempfänger (Creditor) ein Mandat (Einzugsauftrag) vom Zahlungspflichtigen (Debtor) einholen und dafür eine eindeutige Mandatsreferenz (z.B. Rechnungsnummer) vergeben.
  • Einmalige, erstmalige oder Folgelastschriften müssen einen Tag vor Fälligkeit bei der Bank des Zahlungspflichtigen (Debtor) vorliegen.
  • Es besteht keine Möglichkeit der Rückgabe, da die Bank des Zahlungspflichtigen, die Mandatsdaten bereits vor der Belastung auf Übereinstimmung mit der vorliegenden Lastschrift überprüfen muss.
  • Bei Vorliegen einer unautorisierten Lastschrift  kann die Abbuchung aber auch hier innerhalb von 13 Monaten zurückgerufen werden.
  • Der Zahlungspflichtige muss nach Unterfertigung des Mandats zu seiner Hausbank gehen und dort das Mandat erfassen lassen. Ist am „due date“ (Fälligkeitstag) bei der Bank kein Mandat gespeichert, wird der Einzug automatisch retourniert.


Creditor Identifikation (CID)

Die Creditor Identifikation (CID) dient der eindeutigen Identifizierung des Creditors (Lastschriftseinreicher) und in Verbindung mit der Mandatsreferenznummer auch der Identifizierung des Mandats. Das SEPA-Lastschriftverfahren sieht die verpflichtende Mitgabe einer Identifizierung des Lastschrifteinreichers mit jeder Lastschrift vor. In Österreich hat die Creditor-ID immer eine Gesamtlänge von 18 Stellen. Sie besteht aus dem ISO-Ländercode (Stelle 1-2), einer Prüfziffer (Stelle 3-4), dem Business Area Code (Stelle 5-7) und einem nationalen Identifikationsmerkmal (Stelle 8-18).

Die Antragstellung für eine Creditor-ID erfolgt durch die Hausbank des Creditors bei der Österreichischen Nationalbank (OeNB). Eine direkte Beantragung durch den Creditor ist nicht möglich. Die Zulassung zum Lastschriftverfahren selbst erfolgt ausschließlich durch die Hausbank des Creditors.

Im Rahmen der Zahlungsabwicklung erfolgt keine Plausibilisierung der im Datensatz angegebenen Creditor-ID gegen die Datenbestände der OeNB. Die Creditor-ID ist zwar verpflichtend im Datensatz des SEPA-Lastschrift (SEPA Direct Debit) mitzugeben, die in die Abwicklung einbezogenen Banken (Debtor Bank, Creditor Bank, zwischengeschaltete Institute) sind jedoch zu keinen über die Berechnung der Prüfziffer hinausgehenden Validierungen verpflichtet. 

Informationen zu Vergabeprozess und weitere Details zum Aufbau der Creditor-ID finden Sie auf der Webseite der Österreichischen Nationalbank (OeNB) unter www.oenb.at.


Das Mandat

Das Mandat ist die Autorisierungsvereinbarung zwischen Zahlungsempfänger (Creditor) und Zahlungspflichtigem (Debtor). Das Aussehen des SEPA-Mandats kann vom Creditor frei gestaltet werden, jedoch muss das Mandat mindestens folgende Felder beinhalten:

  • Bezeichnung „SEPA-Lastschrift-Mandat“ oder „SEPA-Firmenlastschrift-Mandat“
  • Mandatsreferenz
  • Art der Zahlung (einmalig oder wiederkehrend)
  • Den für das jeweilige SEPA-Lastschriftverfahren definierten Textbaustein zur Ermächtigung und Belastungsanweisung
  • Name des Zahlungspflichtigen (Debtor)
  • Anschrift des Zahlungspflichtigen (Land, PLZ, Ort, Straße, Nr.)
  • IBAN des Zahlungspflichtigen
  • BIC der Bank des Zahlungspflichtigen
  • Name des Zahlungsempfängers (Creditor)
  • Adresse des Zahlungsempfänger (Land, PLZ, Ort, Straße, Nr.)
  • Creditor-ID des Zahlungsempfängers
  • Ort, Datum und Unterschrift(en)

Im Mandat muss der jeweils gültige Mandatstext verwendet werden. Der Zahlungspflichte (Debtor) ergänzt Name, Anschrift, Bankverbindung (IBAN, BIC), Datum und Unterschrift auf dem vom Zahlungsempfänger (Creditor) mit seiner Creditor-ID (CID) vorausfüllten Formular.

Bei der SEPA-Firmenlastschrift (SEPA Direct Debit B2B) muss der Zahlungspflichtige nach Unterfertigung des Mandats zu seiner Hausbank gehen und dort das Mandat erfassen lassen. Ist am Fälligkeitstag bei der Bank kein Mandat gespeichert, wird der Einzug automatisch retourniert.

Weitere Informationen zum SEPA-Mandat und Wissenswertes zur SEPA-Lastschrift und SEPA-Firmenlastschrift finden Sie in unserer Broschüre „SEPA-Lastschriftverfahren.

Als Download möchten wir Ihnen Vorlagen zum SEPA-Lastschrift-Mandat und SEPA-Firmenlastschrift-Mandat zur freien Verfügung stellen.


camt-Nachrichten (Kontoauszüge und Retour-Datenträger)

Mittels camt-Nachrichten können Kontoinformationen im SEPA-XML-Format (ISO 20022) zur Verfügung gestellt werden. Dies ermöglicht eine durchgängige XML-Verarbeitung Ihrer Zahlungsverkehrsaufträge. D.h. Sie schicken Zahlungsaufträge im XML-Format an Ihre DolomitenBank und erhalten Kontoauszüge bzw. Retour-Datenträger von Ihrer DolomitenBank ebenfalls im XML-Format.

In den camt-Nachrichten werden SEPA-Zahlungsverkehrsdaten vollständig transportiert und nationale und grenzüberschreitende SEPA-Zahlungseingänge einheitlich und ohne Inhaltsverlust dargestellt.

Die camt-Nachrichten lösen die bisher auf dem SWIFT II bzw. EDIFACT-Standard basierten Nachrichten ab.  Eine genaue Formatspezifikationen finden Sie im Download-Bereich unter www.stuzza.at.

XML-Nachrichtentyp Anwendung ALT-Format
camt.052 Buchungen nicht abgeschlossene Kontoauszüge MT941, MT942 (SWIFT II Format)
camt.053 Buchungen abgeschlossene Kontoauszüge MT940 (SWIFT II Format)
camt.054 Retour-Datenrträger CREMUL / DEBMUL (EDIFACT-Format)

Um camt-Nachrichten von Ihrer DolomitenBank zu erhalten, ist eine Vereinbarung mit Ihrer DolomitenBank notwendig. Zusätzlich benötigen Sie ein XML-fähiges Finanzbuchhaltungssystem und ein entsprechendes Übertragungsmedium.

DolomitenBanking unterstützt die neuen Nachrichten in den verschiedenen Ausprägungen ab V2.0.


Weitere Informationen

Nähere Informationen erhalten Sie auch unter: www.austrianpaymentscouncil.at. Gerne berät Sie auch Ihr DolomitenBank-Berater zu den neuen Zahlungsanweisungenstandards mit der SEPA-Zahlungsanweisungen. Vereinbaren Sie über das nachfolgende Formular gleich einen Termin mit Ihrem Berater.

Kontakt

Kontaktieren Sie Ihren DolomitenBank-Berater, er informiert Sie gerne zum Thema SEPA.










- :
-




=

Zeichenkette wie abgebildet in das Feld eintragen.


Nach dem Absenden Ihrer Eingaben wird Ihnen eine Kopie dieser Nachricht an die oben angegebene E-Mailadresse zugestellt.

* Sicherheitsüberprüfung - "Captcha"

Captcha ist eine Sicherheitsfunktion auf unseren Webseiten, um das automatisierte Registrieren oder Absenden von Formularen durch schädliche Computerprogramme zu vermeiden.

So funktioniert's

Geben Sie einfach die 5-stellige Buchstaben-Zahlenkombination, die Sie links in der Grafik sehen, in das Feld daneben ein.