SICHERHEITSHINWEISE

Debit-/Kreditkartenbetrug

Icon mit Häkchen in einem Schutzschild

So schützen Sie sich.

Sich illegal das Geld anderer anzueignen, ist für einige Menschen immer noch eine verlockende Aussicht. Beliebtes Mittel dabei: Ihre Debit- und/oder Kreditkarte. Welche Schutzmaßnahmen Sie beachten sollten und was Sie unternehmen müssen, wenn Sie Opfer eines Kartenbetruges wurden, finden Sie hier.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Debit-/Kreditkartenbetrug tritt in Formen wie Skimming und Phishing sowie mittels verlorener und gestohlener Karten auf.
  • Um sich vor Missbrauch zu schützen, sollten Sie niemals Kartendaten per E-Mail oder über soziale Netzwerke weitergeben, nur sichere Internet-Verbindungen für Transaktionen nutzen und Kontobewegungen regelmäßig überprüfen.
  • Bei Verdacht auf Kartenbetrug müssen Sie schnell handeln: Sofort die Karte sperren lassen, die DolomitenBank informieren und eventuell Anzeige bei der Polizei erstatten.

Mit einer Karte ist das Bezahlen angenehm. Gerade im Ausland und beim Online-Shopping ist sie aufgrund ihrer hohen Akzeptanz oft das Mittel der Wahl.

Sie ist auch oft das Ziel von Betrügern, obwohl die Sicherheitsmaßnahmen in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter verbessert wurden. So ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung mittlerweile Standard bei Online-Zahlungen.

Dennoch gelingt es Kriminellen immer wieder, an Ihr Geld zu kommen. Blicken wir daher zunächst auf die häufigsten Betrugsmaschen.

Skimming
Betrüger installieren versteckte Geräte an Geldautomaten oder Verkaufsstellen, um die Magnetstreifen auszulesen. Die PIN holen sie sich, indem sie eine kleine Kamera installieren oder die Eingabe-Pads manipulieren, sodass die von Ihnen eingegebenen Zahlen notiert werden. Anschließend werden Kopien der Karte erstellt.

Dieser Trick funktioniert seit 2011 zumindest in großen Teilen Europas nicht mehr. Im SEPA-Raum werden die Kartendaten vom Kassenterminal oder dem Geldautomaten über den Chip auf der Karte ausgelesen, der – anders als der Magnetstreifen – nicht kopiert werden kann.

Dennoch ist Vorsicht geboten: In einigen Ländern gibt es sehr wohl noch Geldautomaten, die den Magnetstreifen auslesen. Dort können Betrüger zumindest versuchen, an Ihr Geld zu kommen.

Phishing
Beim Phishing versuchen Kriminelle, an Ihre Kartendaten zu gelangen – vor allem an die Kartennummer und den CVV/CVC-Code auf der Rückseite. Das geschieht meist auf zwei Wegen: Entweder durch Trickbetrug, durch den Sie die Daten selbst verraten, oder indem die Betrüger Datenbanken kompromittieren, in denen die Informationen abgespeichert sind.

Sie denken, Sie verraten Ihre Daten nicht. Das kann schneller passieren, als Sie denken – beispielsweise durch

  • Internet-Seiten, die gängigen Online-Shops täuschend ähnlich sind,
  • E-Mails, die im Namen anderer – beispielsweise der DolomitenBank – verschickt werden,
  • Produkte und Dienstleistungen, die es gar nicht gibt, oder
  • fingierte Situationen am Telefon oder per WhatsApp.

Mit diesen Methoden werden jedes Jahr viele Menschen um ihr Geld gebracht. Häufig wird dabei Stress erzeugt, der sie zu unüberlegtem Handeln nötigt. Selbst Stimmen und Schreibstile von vermeintlichen Familienmitgliedern kommen zum Einsatz. Diese werden mittels künstlicher Intelligenz imitiert.

Verlust oder Diebstahl
Auch mit einer verlorenen oder gestohlenen Karte können Betrüger etwas anfangen. Das gilt insbesondere dann, wenn der Händler die PIN nicht abfragt oder in seinem Online-Shop – auf eigenes Risiko – auf die Zwei-Faktor-Authentifizierung verzichtet. Fahrlässig ist es zudem, wenn PIN/Code zusammen mit der Karte gestohlen werden konnten oder verloren gegangen sind. PIN/Code und Karte sollten nie zusammen aufbewahrt werden!

Was können Sie tun, um sich vor Kartenbetrug zu schützen? Folgende Vorsichtsmaßnahmen sollten Sie ergreifen:

  1. Passen Sie auf Ihre Karte auf
    Bewahren Sie Ihre Debit- und/oder Kreditkarte genauso sicher wie Bargeld auf. Lassen Sie sie niemals unachtsam in Einkaufswagen oder auf Restauranttischen liegen. Ein kurzer Moment der Ablenkung genügt und Ihre Karte könnte gestohlen werden. Lassen Sie sie auch nicht im Hotelzimmer zurück, schon gar nicht offen auf dem Tisch oder dem Bett.

  2. Vertraulichkeit der PIN/des Codes
    Geben Sie Ihre PIN/Ihren Code niemals an Dritte weiter – nicht an Bankangestellte und auch nicht an Familienmitglieder weder auf schriftlichem noch auf digitalem Weg. Verdecken Sie Ihre Hand bei der PIN-/Code-Eingabe. Ein Post-it mit der PIN/dem Code in der Brieftasche ist ein absolutes No-Go. Bequemlichkeit ist der größte Feind der Sicherheit!

  3. Sichere(n) PIN/Code wählen
    Bei manchen Anbietern können Sie eine Wunsch-PIN/-Code wählen. Bitte sehen Sie davon ab, Ihr Geburtsdatum oder eine andere leicht zu erratende Zahlenkombination zu wählen. Diese Daten finden sich im Zweifel schnell im Internet. Machen Sie es Betrügern auf keinen Fall leichter als nötig.

  4. Sicheres Online-Shopping
    Achten Sie beim Online-Einkauf darauf, dass die Website-Adresse mit "https://" beginnt und suchen Sie nach einem Schlosssymbol in der Adressleiste. Diese Zeichen weisen darauf hin, dass Ihre Daten verschlüsselt übertragen werden.

  5. Vorsicht vor Phishing
    Erhalten Sie E-Mails, die Sie auffordern, Ihre Debit-/Kreditkartendaten einzugeben? Werden Sie am Telefon unter Druck gesetzt? Will jemand vertrauliche Daten von Ihnen haben? Seien Sie skeptisch! Die DolomitenBank und andere seriöse Unternehmen fragen niemals per E-Mail, per SMS oder Telefonanruf nach vertraulichen Informationen.

  6. Regelmäßige Überprüfung
    Prüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge, am besten mehrmals in der Woche. Entdecken Sie ungewöhnliche Abbuchungen, sollten Sie diese sofort der DolomitenBank melden. Bei Lastschriften ist zwar eine Rückbuchung bis zu 8 Wochen ab Buchungsdatum möglich, bei nicht autorisierten Lastschriften sogar bis zu 13 Monate, doch bei Überweisungen und Zahlungen mit Geheimzahl ist eine Rückholung meist nicht möglich, da die Buchung in der Regel sofort ausgeführt wird.

  7. Aktualisieren Sie Ihre Kontaktdaten
    Stellen Sie sicher, dass die DolomitenBank immer Ihre aktuellen Kontaktdaten hat. So kann die Bank Sie im Falle von verdächtigen Aktivitäten sofort kontaktieren.

  8. Nutzen Sie moderne Sicherheitsverfahren
    Kreditkartenanbieter setzen auf das 3-D-Secure-Verfahren. Das heißt, Sie müssen den Bezahlvorgang auf einem zweiten Wege (meist ein separates Gerät bzw. eine separate App) bestätigen.

  9. Notfallnummern parat haben
    Speichern Sie die Notfallnummern in Ihrem Smartphone, um sie zügig parat zu haben. Sie können Sie auch im Internet suchen.

  10. Grenzen setzen
    Die DolomitenBank bietet in der Regel die Möglichkeit, ein tägliches Ausgabelimit für Ihre Debit-/Kreditkarte festzulegen. Dies kann besonders nützlich sein, um den Schaden zu begrenzen, falls Ihre Karte in die falschen Hände gerät.

Karten umgehend sperren lassen
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen vom Urlaub erholt wieder entspannt zu Hause und schauen in Ihr DolomitenBanking oder blättern durch Ihre Kontoauszüge. Plötzlich bemerken Sie hohe Ausgaben in einem Geschäft, in dem Sie nie waren. Handelt es sich um einen Kartenbetrug? Was sollten Sie jetzt tun?

Rufen Sie umgehend den Sperr-Notruf Ihrer Karte an und lassen Sie Ihre Karte sperren. Sie bei falschem Verdacht entsperren zu lassen, ist vielleicht mühselig, aber immer noch besser als den Tätern mehr Zeit für den Missbrauch Ihrer Karte zu geben. Sie können auch direkt die DolomitenBank anrufen.

Für das Sperren brauchen Sie Ihre IBAN oder Kontonummer plus Bankleitzahl.

Bestätigung ausstellen lassen
Lassen Sie sich Ihre Meldung schriftlich bestätigen, z.B. per E-Mail, damit Sie nachweisen können, wann Sie die Debit-/Kreditkarte haben sperren lassen.

Ebenfalls empfehlen wir Ihnen, Anzeige bei der Polizei zu erstatten, wenn Sie davon ausgehen, dass Ihre Karte gestohlen wurde.

Rückbuchung veranlassen
Sollten Sie unberechtigte Abbuchungen auf Ihrem Konto feststellen, können Sie diese über das Chargeback-Verfahren zurückholen. Das Verfahren hilft Ihnen dabei, Ihr Geld zurückzubekommen, wenn Sie betrogen wurden oder bestellte Waren nicht geliefert wurde. Dazu müssen Sie das entsprechende Formular bei der DolomitenBank, von der Sie die Kreditkarte erhalten haben, ausfüllen. Diese tritt dann mit dem Anbieter Ihrer Kreditkarte in Kontakt und versucht, das Geld von der Bank der Täter zurückzubekommen.

Ihre Karte können Sie kostenfrei sperren lassen. Für eine Ersatzkarte können jedoch Kosten anfallen. Für Schäden, die nach der Sperre entstehen, haftet der Kartenanbieter. Jedoch dürfen Sie den Schaden nicht absichtlich herbeigeführt, grob fahrlässig oder sogar selbst in betrügerischer Absicht gehandelt haben.

  1. Wie kann man sich für Debit-/Kreditkartenmissbrauch schützen?
    • Achtsamer Umgang mit Ihrer Karte – lassen Sie sie nie unbeaufsichtigt liegen
    • Sichere Internet-Verbindungen beim Online-Einkauf nutzen
    • Keine Weitergabe von Kartendaten per E-Mail oder Telefon
    • Regelmäßiges Überprüfen der Kontoauszüge
    • Nutzung von Sicherheitstools und Apps der Bank bzw. dem Kartenanbieter

  2. Was kann man bei Debit-/Kreditkartenbetrug tun?
    Bei Verdacht auf Kartenbetrug:
    • Informieren Sie umgehend die DolomitenBank und lassen Sie die betroffene Karte sperren
    • Erstatten Sie ggfs. Anzeige bei der Polizei
    • Prüfen Sie Ihr Konto auf verdächtige Aktivitäten
    • Veranlassen Sie, dass eventuell gezahlte Beträge über das Chargeback-Verfahren durch die DolomitenBank zurückgebucht werden

  3. Welche Daten der Karte darf man NICHT weitergeben?
    Geben Sie niemals folgende Daten weiter:
    • Kreditkartennummer
    • Gültigkeitsdatum
    • CVV/CVC-Code (dreistellige Nummer auf der Rückseite)
    • PIN/Code

  4. Wie kann ich meine Debit-/Kreditkarte sperren lassen?

    Um Ihre Karte zu sperren, rufen Sie den Sperr-Notruf Ihrer Karte an. Kontaktieren Sie zudem nach Möglichkeit auch direkt die DolomitenBank.

  5. Wie kommen Kriminelle an Kartendaten?
    Kriminelle nutzen verschiedene Methoden, um an Ihr Geld zu kommen, darunter:
    • Phishing
    • gefälschte Internet-Seiten
    • Hacking
    • direkter Diebstahl der Karte
    • Skimming (unbefugtes Auslesen der Kartendaten)

  6. Welche Kosten entstehen im Betugsfall?

    Ihre Karte können Sie kostenfrei sperren lassen. Für eine Ersatzkarte können jedoch Kosten anfallen.

  7. Kann eine gesperrte Debit-/Kreditkarte belastet werden?
    Nein, eine gesperrte Karte kann nicht mehr belastet werden. Aber Vorsicht: Transaktionen, die vor der Sperrung getätigt wurden, könnten zeitverzögert erscheinen.

    Achtung: Die Sperre wirkt jedoch nicht für kontaktlose Kleinbetragszahlungen (= NFC-Funktion) ohne Eingabe des persönlichen Codes. Kleinbetragszahlungen sind auch nach der Sperre bis zum Betrag von maximal EUR 125,00 weiterhin möglich.

  8. Wie lange kann man Umsätze bei einer Debit-/Kreditkarte reklamieren?

    In der Regel haben Kunden bis zu 2 Monate nach Erhalt des Kontoauszugs Zeit, Umsätze zu reklamieren. Wenden Sie sich direkt an Ihren Kundenbetreuer oder den Kartenanbieter, um genaue Informationen zu erhalten.