Angriffe auf Computersysteme nehmen weltweit zu. Schadhafte Programme (Schadsoftware, Malware), wie Ransomware verschlüsseln Daten auf PC, Notebook & Co. Kriminelle fordern für die Entschlüsselung der Daten Lösegeld. Sicherheitsexperten raten, auf keinen Fall zu zahlen, sondern Anzeige zu erstatten. Am besten geben Sie solchen Angriffen erst keine Chance.
Kaum jemand möchte im Beruf und in der Freizeit auf die Nutzung des Internets verzichten. Leider sind im Internet aber auch viele Betrüger unterwegs, die Ihre Computersysteme kidnappen oder Ihre Daten stehlen wollen. Mit ein paar Handgriffen können Sie sich und Ihre Technik gegen Angriffe von außen schützen.
Ein Kennwort ist der Schlüssel zu Ihrem Computer, zu Ihren Dateien, zu Ihren digitalen Daten, zu Ihren E-Mails – und zu Ihrem Bankkonto. Somit muss es entsprechend sicher sein!
Der Name Ihres Ehepartners, des Haustiers oder Ihre Telefonnummer sind eine schlechte Wahl. Ein ungeübter Kennwortknacker würde zuerst einmal in Ihrem persönlichen Umfeld einen Zugang suchen.
Bitte beachten Sie: Wählen Sie für jede Anwendung ein eigenes Kennwort. Das begrenzt den Schaden, sollte doch mal eines gestohlen und geknackt werden.
So wird Ihr Kennwort ein Rätsel – für andere
Ein sicheres Kennwort folgt einigen Regeln. Je mehr Sie davon beachten, desto besser schützen Sie sich.
Ein sicheres Kennwort sollte:
• Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten
• Groß- und Kleinschreibung verwenden
• Sinnfrei sein, also keine existierenden Wörter aus einem Wörterbuch enthalten
• Eine vernünftige Länge (>= 10 Zeichen) aufweisen
• Merkbar sein
• Regelmäßig geändert werden
Sie können sich ein Kennwort von einer Software (z.B. von einem Kennwort-Manager) erstellen lassen. Dieser liefert dann so etwas wie „wD8lmAa2x!“. Weil das schlecht zu merken ist, fühlt man sich schnell versucht, es irgendwo zu notieren. Nicht gut.
Eselsbrücken helfen Ihnen
Sie bauen sich ein kompliziertes Kennwort am besten über eine Eselsbrücke. Dazu nehmen Sie einen Satz, der Ihnen leicht wieder einfällt – z.B. die erste Zeile Ihres Lieblingsliedes. Oder „Ich liebe meinen großen Garten und mein altes Auto.“. Die Anfangsbuchstaben ergeben das Kennwort „IlmgGumaA.“.
Schwer zu knacken
Sie verfeinern Ihr Kennwort nun mit Zahlen und Sonderzeichen. Ersetzen Sie z.B. das „und“ oder „u“ durch ein „+“ oder „&“. Das können Sie sich leicht merken.
Zahlen können z.B. ganze Worte ersetzen: „ein“ wird zu „1“, das englische „four“ wird „4“. Oder wie im Beispiel „mein“ zu „m1“. Oder Sie ersetzen jedes „b“ immer durch eine „2“ (= zweiter Buchstabe im Alphabet). Mit ein bisschen Übung legen Sie sich schnell Ihren eigenen individuellen Kennwort-Bauplan zurecht.
Wenden Sie jetzt Ihre Eselsbrücken an und aus Ihrem „Ich liebe meinen großen Garten und mein altes Auto.“ wird das einbruchsichere Kennwort „Ilm1>G&m1aA.“. Für Sie leicht zu erinnern, für andere ein Rätsel.
Internet-Zugang im ganzen Haus und im Garten. Oder am Hauptplatz. Beim Baden. Auf dem Flughafen. Rund um den Globus. WLAN macht es möglich. Die kabellosen Funknetzwerke für Ihr Notebook, Smartphone oder Tablet sind eine großartige Sache, aber auch mit speziellen Risiken verbunden. Kriminelle können Ihren Datenverkehr leicht abfangen, wenn Sie ihn nicht schützen.
Betreiben Sie selbst ein WLAN, verschlüsseln Sie es. Wie das geht und welche Verschlüsselungsmethode am sichersten ist, finden Sie in der Bedienungsanleitung für Ihren WLAN-Router. Ihr Router sollte die Protokolle WPA2 oder noch besser WPA3 unterstützen. Werden diese Protokolle nicht unterstützt, sollten Sie einen anderen Router verwenden.
Nutzen Sie auch schon mal öffentlich erreichbare oder nicht gesicherte Funknetzwerke, sogenannte Hotspots, verzichten Sie dort auf alles, was mit Kennwörtern und Anmelden z.B. Bankgeschäfte über das Internet zu tun hat. Sie wissen bei freien Hotspots nie, wer mitliest. Wählen Sie sich nur ein, wenn die Verbindung gesichert ist und Sie der Sorgfalt des WLAN-Betreibers vertrauen.
Auch Betriebssysteme altern und werden irgendwann nicht mehr vom Hersteller in Sachen Sicherheit bestmöglich ausgestattet. So etwa hat Microsoft reguläre Sicherheitsupdates für Windows 7- und 8-Systeme vor einiger Zeit eingestellt. Spätestens dann sollten Sie sich ein neues Betriebssystem zulegen.
Während der Laufzeit bessern die Hersteller regelmäßig Sicherheitslücken aus und stopfen undichte Stellen. Installieren Sie deshalb unbedingt die kostenlosen Updates für Ihr Betriebssystem. Am einfachsten ist es, wenn Sie sich automatisch über Neuerungen benachrichtigen lassen. Dann entgeht Ihnen nichts.
Ohne Firewall und Virenscanner gehen heute zum Glück nur noch wenige Nutzer online. Denn das wäre wirklich grob fahrlässig. Sie brauchen das Duo, um Angriffe von außen abzuwehren und um Ihre Computersysteme abzusichern. Das gilt nicht nur für Ihren PC und Ihr Notebook, sondern auch für Ihr Smartphone und Ihr Tablet.
Gängige Betriebssysteme enthalten meist schon eine Firewall, die ein- und ausgehende Verbindungen prüft. Ob bei Ihnen eine installiert und aktiv ist, erkennen Sie in den Systemeinstellungen. Zusätzlich oder alternativ können Sie Programme und Apps anderer Anbieter nutzen, um alle Ihre Geräte gegen Angriffe aus dem Internet abzuschotten – gratis oder gegen Gebühr.
Virenscanner haben die Dateien in Ihren Datenspeichern und auf Ihren Festplatten im Blick. Sie schlagen Alarm, wenn sie verdächtige Spuren finden. Lassen Sie regelmäßig den gesamten Datenbestand auf Ihren Computersystemen durch den Virenscanner prüfen. Leistungsfähige Virenscanner für PC, Notebook, Smartphone und Tablet gibt es kostenlos. Noch sicherer sind Sie mit professionellen Lösungen aufgestellt.
Immer auf dem neuesten Stand
Bitte beachten Sie: Viren, Trojaner & Co. vermehren sich in ständig neuen Versionen. Firewall und Virenscanner schützen deshalb nur dann zuverlässig, wenn Sie sie immer auf dem aktuellen Stand halten. Beziehen Sie diese Updates immer nur aus vertrauenswürdigen Quellen!
Ihr Internet-Browser – z.B. Microsoft Edge, Google Chrome oder Mozilla Firefox – ist Ihr Zugang zum Internet. Aber auch ein Einfallstor für Schadsoftware.
Prüfen und aktivieren Sie deshalb die Sicherheitseinstellungen Ihres Internet-Browsers. Stellen Sie ihn z.B. so ein, dass er Sie über alle sicherheitsrelevanten Vorgänge informiert. Lassen Sie sich warnen, wenn Internet-Seiten versuchen, Zusatzprogramme zu installieren. Sie können Seiten blockieren lassen, wenn diese negativ aufgefallen sind.
Spuren verwischen
Sie erschweren Kriminellen das Stehlen von Daten, indem Sie Benutzernamen und Kennwörter nicht speichern. Nicht im Internet-Browser und auch nicht an anderer Stelle (ausgenommen im Kennwort-Manager) auf Ihrem Computer, Notebook, Smartphone oder Tablet.
Sicherer wird es auch, wenn Sie beim Schließen des Browsers alle Browserdaten z.B. den Verlauf der von Ihnen besuchten Internet-Seiten und Cookies löschen. Sie finden die Option dafür in den Sicherheitseinstellungen Ihres Internet-Browsers.
Diese Maßnahmen bedeuten zwar, dass Sie z.B. Kennwörter oder Kundendaten immer wieder manuell eingeben müssen. In Sachen Sicherheit ist es aber ein echter Gewinn für Sie.
Internet-Browser immer aktuell halten
Setzen Sie auf einen modernen Internet-Browser. Das muss nicht unbedingt der sein, der zusammen mit dem Betriebssystem installiert ist. Internet-Browser werden ständig verbessert und reagieren auf aktuelle Bedrohungen im Internet. Deshalb sollten Sie alle Updates, die der Hersteller auf seiner Internet-Seite anbietet, installieren.
Am einfachsten ist es, wenn Sie Updates automatisch einspielen lassen. Das können Sie im Internet-Browser in der Regel unter „Einstellungen -> Sicherheit“ so auswählen. Möchten Sie alles Automatische vermeiden, lassen Sie sich einfach über neue Updates informieren und installieren Sie diese dann von Hand.
Häufig versuchen Kriminelle Schadsoftware über Links in E-Mails, SMS oder Nachrichten in sozialen Netzwerken einzuschleusen. Sehen Sie sich daher den Absender einer Nachricht immer genau an. Misstrauen Sie Versprechungen und Verlockungen in der Betreffzeile. Gewinne, Jobs und auch Gratisspiele haben oft Schadsoftware im Gepäck. Löschen Sie jede Nachricht, die von einem unbekannten Absender kommt.
Öffnen Sie nie Anhänge unbekannter Herkunft. Auch diese sind beliebte Verstecke für Schadsoftware. Das gleiche gilt für Links. Allzu oft führen sie auf manipulierte Internet-Seiten, auf denen die Betrüger schon bereitstehen. Verlassen Sie sich dabei nicht auf das Aussehen einer Internet-Seite. Sie könnte gefälscht sein. Sie prüfen die Echtheit einer Seite z.B. über das sogenannte Zertifikat. Sichere Seiten und eine verschlüsselte Verbindung erkennen Sie auch über das geschlossene Schlosssymbol neben der Adresszeile. Die Adresse beginnt mit „https://“ – statt mit „http://“.
Die Internet-Seiten der DolomitenBank werden ausschließlich verschlüsselt übertragen. Im Zentrum der Verschlüsselung steht das digitale Zertifikat. Eine vertrauenswürdige Organisation bestätigt während des Zugriffs die Authentizität der aufgerufenen Internet-Seite. Die DolomitenBank verwendet Zertifikate der vertrauenswürdigen Organisationen GeoTrust Inc. und DigiCert.
Je nach E-Mail-Anbieter können Sie Ihre E-Mails auch verschlüsseln lassen. So können Kriminelle daraus keine Informationen ziehen. Wichtig ist, dass Sie nicht nur die Nachricht verschlüsseln. Sondern auch die Verbindung zum E-Mail-Anbieter und Ihr E-Mail-Archiv.
Haben Sie irrtümlich auf eine betrügerische E-Mail geantwortet oder Kontodaten auf einer gefälschten Seite eingegeben, lassen Sie sofort Ihre Konten sperren und geben Sie der DolomitenBank Bescheid.
Die DolomitenBank signiert und verschlüsselt (wenn vom Empfänger unterstützt) ihre E-Mails mit einem sog. S/MIME-Zertifikat. Dadurch wird sichergestellt, dass Veränderungen am Inhalt der Nachricht erkannt werden und dass der Absender wirklich die DolomitenBank (= Authentizität) ist. Die DolomitenBank verwendet Zertifikate der vertrauenswürdigen Organisation SwissSign AG.
Im Internet surfen, E-Mails abrufen, Dokumente austauschen, Bankgeschäfte erledigen. Über Smartphones und Tablets erledigen Sie mittlerweile genau das gleiche, was Sie auch mit Ihrem PC oder Notebook machen. Und natürlich sind auch die Kriminellen mitgezogen. Deshalb brauchen Ihre mobilen Geräte den gleichen zuverlässigen Schutz wie Ihr Computer daheim.
Das bedeutet: Betriebssystem und Internet-Browser aktualisieren, Sicherheitsupdates einspielen, regelmäßig Daten sichern, Programme und Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen installieren, Virenschutz, Firewall aktivieren und so weiter.
Smartphones und Tablets finden in der Regel drahtlos über eine Mobilfunkverbindung ihren Weg ins Internet. Das macht sie besonders anfällig für Angriffe. Brisante Daten sollten deshalb nur über eine verschlüsselte Verbindung ausgetauscht werden.
Nutzen Sie VPN
Das Abfangen von Daten kann auch über öffentliches WLAN geschehen – das gibt es meist an Flughäfen, Bahnhöfen, Cafés oder Einkaufszentren. Zwar wird das heutzutage durch die moderne Technik immer schwieriger, allerdings schaffen es Kriminelle dennoch manchmal, den Datenverkehr mitzulesen. Nutzen Sie daher unterwegs immer ein virtuelles privates Netz (VPN), um Ihre Informationen zu verschlüsseln. Das gilt besonders dann, wenn Sie Bankgeschäfte erledigen.
So hüten Sie Ihre Daten auf Ihren mobilen Geräten noch besser:
• Nutzen Sie die Tastatursperre und den Gerätesperrcode
• Akzeptieren Sie keine Verbindungen, wenn unklar ist, wer Sie kontaktieren möchte
• Folgen Sie keinen Links oder App-Nachrichten aus fremden Quellen
• Schalten Sie die Einstellung „Automatische Rufannahme“ ab
• Lassen Sie Bluetooth und WLAN nur so lange aktiviert, wie Sie es benötigen. Danach abschalten.
• „Verstecken“ Sie sich, indem Sie die Gerätekennung über Bluetooth nicht permanent senden.
Eine regelmäßige Datensicherung sollte am Smartphone und Tablet genauso selbstverständlich sein wie am PC und Notebook. Auch für mobile Geräte gibt es Virenscanner – laden Sie auch dafür regelmäßig Updates herunter. Und für Telefonate mit sensiblem Inhalt gibt es immer noch die Festnetzleitung. Falls Sie WLAN-Verbindungen nutzen, achten Sie auf ausreichende Verschlüsselung.
Wenn Sie den Verdacht haben, dass sich auf Ihrem mobilen Gerät Spionagesoftware eingenistet hat, verzichten Sie umgehend auf den Gebrauch. Prüfen Sie, ob in der folgenden Zeit Verbindungen aufgebaut werden, um sicherzustellen, ob Ihr Gerät infiziert ist. Falls nötig, lassen Sie Ihr Smartphone oder Tablet fachmännisch „reinigen“.
Im Ernstfall vom Netz trennen
Haben Sie den Verdacht, dass sich eines Ihrer mobilen Geräte eine Schadsoftware eingefangen hat, geben Sie keine weiteren persönlichen Daten ein. Versuchen Sie, die schädliche App zu löschen oder zu deaktivieren. Lassen Sie ein Antivirenprogramm durchlaufen. Auch ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen kann zur Not helfen. Falls nötig, schalten Sie Ihr Smartphone oder Tablet aus und lassen es vom Fachmann „reinigen“.