1. Virtuelle Ausstellung in der DolomitenBank-Galerie

75 JAHRE LIENZER KOSAKENTRAGÖDIE

1. VIRTUELLE AUSSTELLUNG IN DER DOLOMITENBANK-GALERIE IN KOOPERATION MIT DER UNIVERSITÄT INNSBRUCK

„75 Jahre Lienzer Kosakentragödie“

Bei Kriegsende strandeten rund 25.000 Kosaken im Lienzer Talboden. Darunter waren etwa 3.000 Frauen, Kinder und alte Menschen. Die Reaktionen der Einheimischen waren vielfältig von Angst bis Neugier. Die Briten übergaben schließlich die Kosaken in Judenburg an die Sowjets. Höhepunkt der Zwangsrepatriierung war der 1. Juni 1945.

Pünktlich zum 75. Jahrestag der Tragödie geht am 1. Juni 2020 eine virtuelle Ausstellung online. Die Präsentation im World Wide Web ist zusätzlich eine Chance um Interessierte in aller Welt zu erreichen. Daher werden die Inhalte auch in englischer, italienischer und russischer Sprache verfügbar sein. Ein Team des Instituts für Archäologie der Universität Innsbruck unter der Leitung von Harald Stadler und Philipp Lehar steht hinter dem Projekt, welche bereits 3 weitere Ausstellungen (2005, 2010 und 2015) umgesetzt haben.

Erstmals stehen die Frauenschicksale, die lange im Schatten waren, im Zentrum einer Ausstellung in Lienz. So wird ihre Rolle in der Gesellschaft, die Geschichte berühmter Kosakenfrauen und Lebensgeschichten von nicht deportierten weiblichen Personen präsentiert.

Nicht nur für die Kosaken bildete Lienz eine wichtige Station, auch für viele andere Flüchtlinge und Vertriebene war das Lager in der Peggetz Heimat auf Zeit. Stellvertretend für viele Schicksale steht die in der Ausstellung vorgestellte Lebensgeschichte von Cilka Rozman aus Slowenien: Sie lebt heute in einem Altersheim in Kanada. Ihr Sohn Joseph hat Fotos und Informationen seiner Mutter über ihren Aufenthalt in Österreich zur Verfügung gestellt. „Wenn es möglich ist, möchte ich die Orte, von denen sie erzählt hat, besuchen“, schrieb er in einer E-Mail.

Abgerundet wird die Präsentation mit Kleinfunden aus den aufgelassenen Kosakenlagern, die die Bedeutung der Archäologie im Gesamtprojekt demonstrieren. Das Prunkstück bildet ein Kosakendolch mit Goldauflage aus Nörsach, der 75 Jahre auf seine wissenschaftliche Bearbeitung wartete.

Auf der Webseite der DolomitenBank www.dolomitenbank.at und des Vereins zum Gedenken an die Lienzer Kosakentragödie www.kosaken-lienz1945.com wird die Ausstellung ab 1. Juni 2020 abrufbar sein.

Rückfragen unter: Harald Stadler, Tel.: +43 664 4824355 oder Philipp Lehar Tel.: + 43 680 3255212

Zum Einstieg finden Sie die Begrüßungsworte vom Vorstandsvorsitzenden Dir. Mag. Hansjörg Mattersberger als Youtube-Video.

https://www.youtube.com/watch?v=o-ewGkGj1N0&feature=youtu.be

ORF Tirol Heute hat auch einen Bericht gesendet.

https://tvthek.orf.at/profile/Tirol-heute/70023/Tirol-heute/14053729/Tragoedie-an-der-Drau/14706576

„Schlaf mein Kind, ich wieg dich leise, bajuschki-baju“, künstlerische Intervention von Katarina Schmidl, direkt am Drau-Radweg Richtung Lienz in der Nähe des Kosakenfriedhofs.

https://www.katarinaschmidl.net/

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Pressetext oder folgenden Links:

https://www.dolomitenstadt.at/story/schlaf-mein-kind-ich-wieg-dich-leise/

https://www.dolomitenstadt.at/2018/06/03/leises-erinnern-an-die-hilflosesten-opfer-des-krieges/

https://www.kleinezeitung.at/kaernten/osttirol/aktuelles_osttirol/5433627/Osttirol_Die-Wochenendtermine-sind-bunt-gemischt%20?

 

 

 

Die DolomitenBank sowie das Team des Instituts für Archäologie der Universität Innsbruck unter der Leitung von Harald Stadler und Philipp Lehar freuen sich sehr auf Ihren Besuch in der erstmals virtuell präsentierten Ausstellung.

Details

  • Datum:
    01.06.2020 bis 31.07.2020
  • Ort:
    Virtueller Raum auf www.dolomitenbank.at
  • Beginn:
    01.06.2020 ab 12:00 Uhr