SICHERHEITSHINWEISE

Schadprogramme

Icon mit Häkchen in einem Schutzschild

So schützen Sie sich.

Die Begriffe Schadprogramm oder Schadsoftware (auf Englisch „Malware“ – ist ein Kunstwort aus „malicious“ und „software“) umfassen alle Arten von Computerprogrammen, die mit dem Ziel entwickelt wurden, Daten auszuspähen, Dritten unbefugten Zugriff auf Computersysteme zu ermöglichen oder fremde Systeme über unterschiedlichste Kanäle zu infizieren. Die unterschiedlichen Arten von Schadprogrammen werden Ihnen hier erklärt.

Malware ist dabei der Oberbegriff für einen Vielzahl an Bedrohungen, die entsprechend den verursachten Schäden in verschiedene Kategorien eingeteilt werden können.

Schadprogramme sind häufig multifunktional und im Stande, zusätzliche Schadprogramme nachzuladen, die weitere Schäden anrichten. Sie entwickeln immer bessere und intelligentere Methoden und Angriffsvektoren, vor denen Sie sich so gut es geht, schützen sollten.

Wie ihr griechisches Vorbild das Trojanische Pferd schleusen Trojaner unbemerkt Schadprogramme auf Ihren PC, Ihr Notebook, Ihr Smartphone oder Ihr Tablet ein. Diese Programme sind ähnlich wie Viren. Der Zweck ist z.B. Kontodaten und Kennwörter zu stehlen. Mit einem aktuellen Virenschutz sowie einigen Verhaltensregeln schützen Sie sich wirkungsvoll.

Früher fingen Sie sich Trojaner am häufigsten mit einer E-Mail ein. Da steckte das Schadprogramm in einem scheinbar harmlosen Anhang und setzte sich unbemerkt auf Ihrem Computersystem fest. Heute kommen aber auch oft die sog. „Drive-by-Infektionen“ vor: Sie besuchen eine harmlose Internet-Seite und schon lädt sich ein dort verstecktes Schadprogramm auf Ihren PC oder Ihr Smartphone. Kriminelle haben vorher die Seite kompromittiert und entsprechend manipuliert.

Das Schadprogramm führt verschiedene – und immer unerwünschte – Aktionen auf Ihrem Gerät durch. Z.B. durchsucht es den Computer nach Kontoinformationen oder Kennwörtern und leitet sie unerkannt an Kriminelle weiter. Oder das Programm zeichnet die Eingaben über Ihre Tastatur auf. Mit diesem „Keylogger“ können Betrüger z.B. sämtliche Eingaben abgreifen und so zu Kennwörtern, PIN, Kontodaten, etc. gelangen.

So erkennen Sie Trojaner:
  • Ihre Bankgeschäfte im Internet funktionieren nicht mehr wie gewohnt.
  • Die Verbindung zur Internet-Seite der DolomitenBank bricht ab.
  • Während der Online-Sitzung öffnen sich Fenster, die z.B. die Eingabe einer TAN fordern.
  • Nach der TAN-Eingabe öffnen sich Fehlermeldungen („TAN verbraucht" oder „TAN ungültig") und fordern eine weitere TAN.
  • Nicht verschlüsselte Seiten (geöffnetes Schloss im Browser, „http://“ statt „https://“) fragen nach einer TAN.
So reagieren Sie, wenn Sie einen Trojaner auf Ihrem Computer vermuten:
  • Ändern Sie bei jedem Verdacht sofort Ihre PIN.
  • Kontrollieren Sie sofort und regelmäßig Ihre Kontoumsätze.
  • Geben Sie der DolomitenBank Bescheid.
  • Beseitigen Sie den Trojaner mit aktueller Virensoftware. Bitten Sie zur Sicherheit einen Fachmann um Rat. Trojaner sind zäh und verstecken sich gut.

Bei Spionage- und Spähprogrammen, sogenannter Spyware, handelt es sich um Software, die Ihr Computersystem ausspioniert. Sie stiehlt Daten und überträgt diese an Dritte. Ohne Ihr Wissen verändert sie die Einstellungen Ihres Gerätes. Mit einigen Handgriffen können Sie sich aber vor Betrügern schützen.

Spyware mogelt sich meist unerkannt im Schlepptau harmloser Software z.B. über Gratis-Software oder Apps, die Ihnen eigentlich das Leben erleichtern sollen, auf ein Gerät.

Sind die Spähprogramme erfolgreich auf Ihrem Gerät gelandet, schnüffeln sie nach Informationen. Sie suchen z.B. nach den Seriennummern Ihrer benutzten Software oder wie Ihre Hardware eingestellt ist. Mit den gesammelten Daten kann das Spähprogramm Profile über Ihr Gerät und Ihr Nutzerverhalten anlegen.

Im „besten“ Fall gelangen Ihre Daten „nur“ an Internet-Händler. Die versorgen Sie in der Folge hartnäckig mit Werbung. Aber auch für kriminelle Aktivitäten liefern Spionageprogramme die Daten.

Formen der Spyware
Adware (Werbeprogramme) sammeln Daten zu benutzten Suchbegriffen oder besuchten Internet-Seiten. Daraus entsteht Ihr individuelles Nutzerprofil, und Sie erhalten jede Menge ungebetener Werbung.

Sniffer (Schnüffler) spähen Ihre vertraulichen Daten wie z.B. Zugangsdaten, E-Mail-Konten und Kennwörter, die Sie im Internet benutzen, aus und leiten sie an den Betreiber der Software weiter. Geraten diese Daten in die falschen Hände, sind Ihre Nutzer- und Bankkonten in Gefahr!

Keylogger (Tasten-Rekorder) sind Programme, die festhalten, was Sie in die Tastatur eingeben. Die Anwendung speichert die gewonnen Daten so lange unerkannt auf Ihrer Festplatte, bis Sie das nächste Mal im Internet sind. Dann werden Ihre aufgezeichneten Tastaturkombinationen weitergeschickt.

Browser-Hijacker (Browser-Kidnapper) sind Programme, die die Startseite Ihres Internet-Browsers „kidnappen“. Sie tauschen sie gegen eine andere aus und leiten Sie immer wieder auf meist unerwünschte Werbeseiten. Egal, was Sie eintippen. In Ihrer Favoritenliste finden sich plötzlich Lesezeichen, die Sie nicht vergeben haben.

So erkennen Sie Spionageprogramme:
  • Ihr Internet-Browser öffnet Werbefenster, die in keinem Zusammenhang zur besuchten Internet-Seite stehen
  • Die Startseite Ihres Internet-Browsers wurde geändert
  • Im Favoritenordner befinden sich Links, die Sie nicht angelegt haben
  • Ihr Gerät wählt sich von allein ins Internet ein
  • Ihre Firewall registriert vermehrt Versuche von Programmen, die eine Internet-Verbindung herstellen wollen

  • Halten Sie Ihre Virenschutzsoftware aktuell und nutzen Sie eine Firewall
  • Installieren Sie immer die neuesten Sicherheitsupdates Ihres Betriebssystems
  • Halten Sie alle Programme immer auf dem aktuellen Stand
  • Laden Sie sich keine Programme oder Apps aus unbekannten Quellen herunter. Meiden Sie zweifelhafte Internet-Seiten
  • Öffnen Sie keine Anhänge aus fremden Quellen
  • Folgen Sie nur Links aus vertrauenswürdigen E-Mails
  • Geben Sie Ihre Kontodaten nur auf gesicherten, verschlüsselten Seiten ein (geschlossenes Schlosssymbol neben der Adresszeile Ihres Browsers; „https://“ statt „http://“).
  • Lassen Sie Cookies nur in Ausnahmefällen zu, wählen Sie in Ihrem Internet-Browser höchstens die Einstellung „nur von besuchten Seiten“
  • Stellen Sie Ihren Internet-Browser so ein, dass „Aktive Inhalte“ wie Java, Java Script, Adobe Flash oder ActiveX nicht oder nur auf Nachfragen ausgeführt werden
  • Haben Sie so wenig Zusatzprogramme wie möglich auf Ihren Geräten